Grillkauf

Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist: Was will ich auf dem Grill zubereiten?

0815 Grillgut kann ich auch auf qualitativ minderwertigen, billigen Geräten zubereiten. Aber da Sie auf meiner Homepage stöbern, gehe ich mal davon aus, dass Sie sich ein Gerät anschaffen möchten, mit dem man Gerichte jenseits einen Bratwurst oder marinierten Bauchfleisch zubereiten kann. 

 

Die Vorzüge des Holzkohlegrills

Sie möchten sich einen Holzkohlegrill anschaffen – vielleicht überlegen Sie doch nochmal, ob es nicht ein Gasgrill werden soll? Folgende Gründe sprechen für Holzkohle:

- Ihrer Frau ist Gas nicht ganz geheuer und zu gefährlich. Sie sollten aber wissen: Die meisten Unfälle passieren beim Grillen mit Holzkohle durch falsches Anzünden mit Brandbeschleunigern oder durch eine Kohlenmonoxidvergiftung beim Indoorgrillen.

- Sie leben fern von jeglicher Zivilisation, wo sie keinen Nachbarn mit Rauch belästigen. 

- Sie hantieren gern mit Holzkohle und haben viel Zeit, der Holzkohle beim Anbrennen zuzuschauen. Zusatznutzen: Asche aus reiner Buchenholzkohle ist ein prima Blumendünger.

-Sie hassen spontanes Grillen à la Mann kommt von der Arbeit nach Hause und macht sich mal fix was auf dem Grill.

-Sie lieben das ursprüngliche Grillen mit dem Akt des Feuerentzündens. Sie schwelgen in urzeitlichen Vorstellungen, bei denen Sie als Häuptling der Sippe frisch erlegtes Wildbret auf dem Grill zubereiten, um somit den Erhalt Ihres Stammes zu sichern. Übrigens: in der Steinzeit waren es hauptsächlich die Frauen, die das Feuer hüteten und sich ums Grillen kümmerten.

Wenn Sie dennoch von Holzkohle überzeugt sind, sollten Sie beim Kauf auf jeden Fall darauf achten, dass der Grill einen Deckel mit Thermometer und einen abnehmbaren Aschekasten besitzt, damit die Asche nicht vom Wind verteilt wird. Zudem sollte der Grill oben und unten Lüftungsschlitze zur Temperaturregelung haben und mit einem Gussrost ausgestattet sein. Gute Modelle gibt’s ab etwa 300 Euro.

Große Auswahl bei den Gasgrills

 

Die Auswahl bei den Gasgrills ist ausgesprochen groß. Zuerst einmal muss man sich zwischen einem und bis zu bis sechs Brennern entscheiden.

Zudem werden angeboten: Backburner für Grillspieße, Seitenkochfeld, Infrarotseitenbrenner, Grillinnenraumbeleuchtung und vieles mehr. Das gibt's in fast jeder Größe – vom kleinen Grill für den Balkon bis hin zu einer kompletten Außenküche. Erhältlich sind auch tragbare Geräte mit Gaskartuschen oder größere, bei denen man die Gasflasche im Schrank unter dem Grill verstauen kann.

Wenn man sich für eine Grillgröße entschieden hat, die Verarbeitung und Qualität stimmt und die Ausstattung zweier Geräte ähnlich und der Preis halbwegs vergleichbar ist, kann man die Leistung von zwei Gasgrillgeräten miteinander vergleichen. Aber wie mache ich das? In der Regel beschränken sich die Angaben des Herstellers auf die Leistung der Brenner in kW.  Wobei sie genau genommen die Kilowattstunde meinen. Nun multipliziert man die Anzahl der Brenner mal deren Leistung – oder man guckt unter die Grillfläche: oft ist dort auch die Gesamtleistung der Brenner angegeben.

Vergleichsgerät eines namhaften Herstellers

Leistungsberechnung:

       

Leistung mit 3 Brennern: 12,300 kw/h

Grillfläche: 66x50 cm = 3.300 cm²                                 

(Fläche Warmhalterost nicht eingerechnet )

 

12,300 w/h : 3.300 cm² = Leistung pro cm²: 3,7  wh

 

 

UVP: 1249,00 Euro

Napoleon LE3

Leistungsberechnung:

        

Leistung mit 3 Brennern: 14,400 kw/h 

Grillfläche: 69x 46 cm = 3.174 cm²                               (Fläche Warmhalterost nicht eingerechnet)

14,400w/h : 3.174 cm² = Leistung pro cm²: 4,5 wh

Zusätzlich vorhanden:

Seiteninfrarotbrenner Sizzle Zone: 3,8 kw/h

Infrarot-Backburner:                        4,0 kw/h

UVP: 1249,00 Euro

Der Vergleich

Zudem empfehle ich nachdrücklich, als Back-up immer eine Gasflasche im Haus zu haben. Was nützt der beste Grill, wenn kein Gas da ist? Mit einer 5-l-Flasche grille ich durchschnittlich 8–10 Stunden. Beim Preisvergleich Gas gegen Holzkohle schneidet das Grillen mit Gas als die preiswertere Alternative ab

 

Ich empfehle den Einkauf beim Fachhändler, der berät sie unabhängig und im Gespräch bekommt er raus was sie für ein Grilltyp sind.

Reinigung

Nicht zu unterschätzen bei der Kaufentscheidung ist die Frage, wie sich dieser schöne, moderne Gasgrill reinigen lässt. Es sei denn, Sie gehören zu denjenigen, denen der Zustand des Grills egal ist. Hier das Zitat eines Grillhändlers aus Österreich, welches ich aufschnappte: „Machens nicht so viel Gschiss wegen des bisschen Drecks an Ihrem Griller, der sieht eh nie wieder so aus, wenn Sie an paar Mal drauf grillt habn. Ich putz mir nur die Stelle, da wo ich mein Steak hinleg. Der Rest is mir Wurscht.“

Moderne Gasgrills haben so etwas wie eine Selbstreinigung. Bei geschlossenem Deckel heize ich den Grill auf die höchste Temperatur. Bei Temperaturen über 300 °C verbrennen alle Reste des Grillguts im Innenraum zu Asche. Die Pyrolyse ist abgeschlossen, wenn kein Rauch mehr aus dem Grill aufsteigt. Dann lasse ich den Grill ein wenig abkühlen und reinige den Grillrost mit einer Grillreinigungsdrahtbürste. Das geht ganz leicht.

Hochwertige Grills sind in der Regel mit Edelstahl- oder Gussrosten ausgestattet. Edelstahlroste könnte man alternativ auch in der Spülmaschine reinigen. Bei Gussrosten ist das nicht zu empfehlen, da sie rosten. Gussroste haben aber einen Vorteil beim Putzen: Guss ist schwarz, also fallen dort kleinere Verschmutzungen nicht auf, während sich der Benutzer eines Edelstahlrosts immer über kleine Restschmutzpartikel ärgern muss. Denn – egal ob Pyrolyse oder Spülmaschine – der Rost sieht nie wieder wie neu aus. Wenn Sie den Grill im Grillfachhandel kaufen, fragen Sie den Verkäufer: Bei manchen Modellen gibt es die Möglichkeit, die Edelstahlroste gegen Gussroste oder umgekehrt zu tauschen

Die Flächen mit dem vom Grillhersteller empfohlenen Reinigungsmittel oder mit warmem Wasser mit Spülmittel reinigen. Vorsicht ist bei der Verwendung von Backofenreinigern geboten. Diese erst einsetzten, wenn der Grill nur noch leicht warm ist. Kommt chemischer Reiniger auf den heißen Grill, bilden sich giftige gesundheitsschädliche Dämpfe, die man besser nicht einatmet. Zudem sollte man den Backofenreiniger, bevor man ihn auf glatte, glänzende Außenflächen sprüht, an einer Stelle testen, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Mir ist es schon passiert, dass ich mit so einer Chemiebombe die Beschichtung der Seitenflächen des Unterschranks gelöst habe und sie einfach mit einem Lappen wegwischen konnte.

Die meisten Gasgrills besitzen unter den Brennern eine Fettauffangwanne. Diese sollte auch regelmäßig gereinigt werden. Denn falls sich Fett und verbranntes Grillgut entzünden – was passieren kann – hat man den schönsten Fettbrand im Grill. Da hilft nur: Gasflasche drehen, aus dem Unterschrank entfernen und den Grilldeckel schließen, bis die Flammen erloschen sind.

 

Fazit: Viele Grills werden kaputt geputzt. Wichtig nach der Reinigung. Alles wieder schön einfetten mit Fettspray o.ä..

 

Denn "FETT ROSTET NICHT"

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