Geflügel

steht geschmacklich nicht für aufregend sondern eher für fade und langweilig. Diese Vorurteile kommen vor allem durch das enthäutete, entbeinte Brustfleisch von Tieren der Intensivmast. Welches man auch mit einer Art trockenem Tofu für Fleischesser gleichsetzen kann. Als Vorteil kann man gelten lassen das sie Gerichten etwas Biss verleiht und weiteren Aromen ob salzig, süss, fruchtig würzig nicht in die Quere kommt. Ursprünglich war der Brustmuskel  mal dafür da das der Vogel fliegt mittlerweile wurde er so gezüchtet dass er nur noch zur Fleischproduktion dient. D.h der Muskel ist faul bewegt sich sehr selten. Bei den Fleissigen und durchtrainierte Körperteile wie den Keulen und Schenkeln sind dagegen sehr schmackhaft.

Mit diesen Eigenschaften hat jedes Teil am Hähnchen seine Fans und man kann aus ihnen ohne viel mühen kleine Köstlichkeiten vom Grill bereiten. Wichtig ist gerade hier natürlich auch das Wissen um die richtige Temperatur und Grillzeit der Teile. 

Die ersten domestizierten Haushühner tauchten vor etwa 8.000 Jahren in Indien auf. Heute gibt es rund 200 Rassen, die wegen ihres Fleischs oder als Legehennen gezüchtet werden. Je nach Alter und Gewicht

unterscheidet man Stubenküken, Hähnchen (kann auch weiblich sein) und Poularde. Auch die Fütterung spielt eine große Rolle und ist manchmal sogar ein Verkaufsargument. Bekannte Vertreter sind die

Maishähnchen oder die Hafermastgans. Zudem gibt es die Suppenhühner, Legehennen, die aus Altersgründen geschlachtet werden. Das herkömmliche Hähnchenfleisch aus dem Supermarkt ist bei richtiger Zubereitung zart und saftig, aber geschmacklich nicht mit dem von Tieren aus Freilandhaltung zu vergleichen, da bei diesen durch die Bewegung der Anteil des geschmackvolleren Muskelfleischs größer ist. Geflügelfleisch aus Massentierhaltung wird zwar auch auf Muskelaufbau getrimmt, um den begehrten Brustfleischanteil zu erhöhen. Jedoch führt das in den schlimmsten Fällen zu solchen Auswüchsen, dass die Tiere dieses Gewicht kaum noch tragen können. Die meisten Geflügelarten unterscheiden sich kaum in ihrer Anatomie, darum ähnelt sich auch die Zerlegung der Tiere in die einzelnen Teile. Brust: Sie ist der Muskel, der zum Fliegen benötigt wird und trägt etwa ein Viertel zum Gewicht des Vogels bei. Die Brust besteht aus dem größeren Außenfilet und dem kleineren Innenfilet. Das zarte Brustfleisch ist aufgrund seines geringen Fettgehalts sehr beliebt. Beim Zubereiten ist Vorsicht geboten, da es schnell trocken wird. Beine, Keule: Das Keulenfleisch ist bei Tieren, die nicht oder nur

wenig fliegen können, viel schmackhafter als das Brustfleisch. Durch das Laufen entwickeln sich zahlreiche kleinere Muskeln, die durch feine Fettschichten voneinander getrennt sind. Das Fleisch ist aufgrund seines höheren Myoglobinanteils dunkler. Der untere Teil der Hähnchenkeule ist als Drumstick bekannt.

Flügel: Von der Fleischausbeute her betrachtet spielen die Flügel eine untergeordnete Rolle. Sie sind meist Teil des Geflügelkleins. Hähnchenflügel, Chicken Wings, sind dagegen ein Klassiker vom Grill.

Ich erwische mich oft dabei, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich beim Recherchieren nach neuen Rezepten auf Gerichte rund um die Ente stoße. Dann lehne ich mich zurück und versuche, mir den delikaten, feinwürzigen Geschmack, der genauso zu fruchtig-süßen wie herzhaften Aromen passt, vorzustellen. Entenfleisch ist der wahrscheinlich leckerste Kompromiss für alle, denen Hähnchen zu alltäglich und Gans zu gehaltvoll erscheint."

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